Hi, ich bin Benjamin.

Physiker, Kletterlehrer und Routenschrauber in Wien. Darum habe ich ClimbSync gebaut.

Wien, Österreich · Klettert seit 2019

Benjamin im Physiklabor mit Laserbrille

Ich war schon immer eher der ruhige Typ. Ich bin zwar gern unter Leuten, aber den ersten Schritt zu machen ist mir nie leicht gefallen. Klettern hat das geändert. Boulderhallen sind für mich einer der einfachsten Orte überhaupt, um neue Leute kennenzulernen: du tauchst einfach regelmäßig auf, probierst denselben Boulder wie die Person neben dir, und ziemlich bald gehörst du dazu. So bin sogar ich als Introvertierter irgendwie zu einem großen Haufen Kletterfreunde gekommen.

Benjamin im Physiklabor mit Laserbrille

Ich bin dem Klettern völlig verfallen. Ich war damals mitten im Masterstudium in Quantenphysik, und das Klettern hat langsam alles andere übernommen. Ich habe angefangen, es zu unterrichten, und dann konnte ich nicht mehr aufhören: drinnen und draußen, Trad und Mehrseillängen, alles, was ich in die Finger bekommen habe, neue Routen einbohren, in der Halle schrauben, und sogar der Versuch, den Sport dort mit aufzubauen, wo ich aufgewachsen bin, in Ghana. Je mehr ich gemacht habe, desto tiefer bin ich in die Community gerutscht.

Selfie vom Top einer Route, das Tal weit unten
Mitten in einer Felsroute hängend und grinsend
Ein Tisch voller frischer Bohrhaken-Hardware
Benjamin in einem Raum, komplett voll mit Kletterausrüstung

Der Haken war nur: mit all diesen Freunden kamen auch ungefähr fünf verschiedene Gruppenchats, verteilt auf drei Apps, eine Handvoll lose ausgetauschter Telefonnummern und jede Menge „wir sollten bald wieder klettern gehen“, woraus dann nie etwas wurde. Von der Auswahl überfordert, bin ich meistens einfach allein losgezogen und habe gehofft, dort per Zufall jemanden zu treffen, oder in den einen Chat geschrieben, in dem meine engsten Kletterpartner waren.

„Wie schwer kann das schon zu bauen sein, dachte ich mir.“

Dann kam mir die Idee. Wenn wir alle an einem Ort wären, mit einem einfachen gemeinsamen Kalender, in den man einträgt, wann und wo man klettert, dann würde sich das meiste davon einfach auflösen. Keine Gruppenchat-Akrobatik, keine Überwindung, jemandem zu schreiben, mit dem man seit einem Jahr kein Wort gewechselt hat. Du siehst, dass jemand an einem Tag in der Halle ist, der dir passt, und tippst auf Beitreten. Wie schwer kann das schon zu bauen sein, dachte ich mir. Aus dem naiven Wochenendprojekt wurde ein Jahr, in dem ich nichts anderes gemacht habe. Job und Studium habe ich auf Eis gelegt, und lange Zeit musste sogar das Klettern zurückstecken. Alles ist da hineingeflossen. Was als nackter gemeinsamer Kalender angefangen hat, ist langsam zu etwas geworden, von dem ich hoffe, dass es das Zuhause für die soziale Seite des Kletterns wird.

Es ist noch früh. Es gibt Bugs zu beheben und eine lange Liste an Dingen, die ich noch bauen will, und im Moment mache ich das alles allein und finanziere das Ganze komplett selbst. Wenn ClimbSync dir hilft, sag mir, was funktioniert, was nicht und was fehlt. Wenn es dir gefällt, teile es mit deinen Freunden. Aktuell bin ich noch ein Einmannbetrieb, aber das muss nicht so bleiben.

Und wenn du auf andere Weise helfen willst, kannst du mir einen Kaffee spendieren.

BenjaminGründer, ClimbSync

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